Umgestaltung eines Reihenhauses aus den 60er Jahren
A) Wohn- und Essbereich im Erdgeschoss
Die Bauherren hatten das Reihenmittelhaus aufgrund seiner günstigen Lage und optimalen Größe erworben und wollten vor ihrem Einzug das Gebäude dahingehend umgestalten, dass es den 60er Jahre Touch verlieren und durch kleinere Veränderungen besser ihren Bedürfnissen entsprechen sollte.

Der Entwurf sieht vor, die räumliche Trennung zwischen Küche und Wohn-/Essbereich aufzuheben, sodass der neu gewonnene, große Raum von beiden Seiten gut belichtet und somit wesentlich heller und freundlicher wirken kann.
Die Holzdecken sollen entfernt und aufgrund der Unebenheiten der Rohdecke durch eine leicht abgehängte Gipskartondecke ersetzt werden. Statt des dunklen Parkettbodens wird ein cremefarbener Fliesenboden aus Feinsteinzeug eingeplant, der das Licht reflektiert und dem Geschmack der neuen Besitzer aufgrund seiner Materialität besser entspricht.
Die neue, U-förmige Anordnung der Küchenelemente mit Ausrichtung des Kochfeldes zum Esstisch hin, bietet zum einen die Möglichkeit der Kommunikation und des Sichtkontaktes und wirkt zum anderen gestalterisch als angenehme Zonierung der Fläche.
Der anschließende Essbereich bildet optisch das Zentrum und fügt sich durch den rechteckigen Tisch, der bei Bedarf auf bis zu 320 cm Länge ausgezogen werden kann, harmonisch ein.
Der Wohnbereich mit zwei Couchelementen befindet sich im seitlichen Raumteil. Er wird überwiegend abends genutzt und orientiert sich daher nach innen.
Das Lichtkonzept sieht eine Mischung aus Einbauleuchten im Küchenbereich, Pendel- und Wandleuchten sowie Stehleuchten vor. Durch die verschieden Lichtquellen können unterschiedlichste Stimmungen erzeugt werden, sei es zum Essen, dem gemütlichen Fernsehabend oder dem geselligen Beisammensein mit Freunden.
B) Vergrößerung und Umgestaltung des Bades im OG
Das vorhandene Bad im OG war recht klein und konnte durch das teilweise Herausnehmen einer Zwischenwand zum benachbarten Zimmer auf ca. 14 m² vergrößert werden. So konnte neben einer großzügigen Badewanne auch eine 120x90 cm große Dusche Platz finden. Der Raum gliedert sich jetzt in einen vorderen Bereich mit Doppelwaschbecken und einen hinteren, privateren mit WC, Dusche und Badewanne.

Das Farb- und Materialkonzept aus dem Erdgeschoss wurde hier fortgesetzt; es herrschen Creme- und Kaffeetöne vor, die durch das warme Holz für Waschtischunterschrank, Regalelemente und Bodenrost einen schönen Kontrast erhalten. Der Anteil an gefliesten Wandflächen wurde aus optischen und raumklimatischen Gründen klein gehalten- die verputzten Wandflächen können die auftretende Feuchtigkeit gut aufnehmen und später wieder abgeben, sodass ein Beschlagen der Spiegel weitgehend vermieden wird.

