Objektbeschreibung: Ferienhaus und Appartement
Das Ferienhaus
Das Ferienhaus weist die typischen Architekturmerkmale eines 150 Jahre alten eifeler Bauernhauses auf, die aus heutiger Sicht urig, romantisch und ländlich wirken: kleine Räume (unten Küche und Stube, oben zwei Schlafzimmer) mit sichtbaren Deckenbalken, dicke Bruchsteinmauern mit tiefen Fensterlaibungen, kleine dreiteilige Fenster, steile Stiegen etc.
Diese „Gemütlichkeit“ wurde bei der Neugestaltung berücksichtigt z.B. durch den Einbau von Dielen- und Korkfußböden, einer Massivholzküche, den Einsatz von Weichholzmöbeln der Jahrhundertwende, Schablonenmalerei als Bordüren an den Wänden etc.
Allerdings sollte der Eindruck einer nostalgischen „Puppenstube“ vermieden werden. Die Feriengäste sollten sich durch die Einrichtung nicht eingeengt fühlen, sondern „Luft zum atmen“ haben in einer heiteren, eher beiläufigen Umgebung.
Die durch die kleinen Fenster bedingte Dunkelheit in manchen Räumen wurde durch helle und freundliche Farben ausgeglichen. Die Farb- und Materialauswahl bewegt sich daher neben weiß und hellen Naturtönen im Bereich von warmen bzw. freundlichen Farben (z.B. Fußbodenlack in ochsenblut-rot oder Wischtechnik in zartgrün an den Wänden).
Das Appartement
Die 2. Wohneinheit die Ferienwohnung für 2 Personen wurde Anfang der siebziger Jahre im typischen Stil jener Zeit ausgebaut: dunkel gebeizte Nut- und Feder-Deckenverkleidung, Türen in Mahagonifurnier, kunststoffbeschichtete
Fensterbänke in Marmoroptik etc. Hier konnte also nicht auf stimmige und dem alten Gebäude angemessene Gestaltungsmerkmale zurückgegriffen werden. Das Plus dieser Wohnung lag vielmehr in der Größe des Wohnraumes von fast 50 m² (Scheune) und einer ca. 8 m breiten Fensterfront, die nicht nur sehr viel Licht hereinlässt, sondern auch einen traumhaft schönen Ausblick in ein unberührtes Tal gewährt.
Der Gestaltungsansatz des Appartements ergab sich aber nicht nur aus den oben beschriebenen positiven und negativen Ausgangspunkten, sondern auch aus der geplanten Doppelnutzung entweder als Ferienwohnung oder als Seminarraum. Hier ging es nicht, wie im Ferienhaus, um eine kleinteilige Gemütlichkeit, sondern um eine eher großzügige und klare Anmutung.
Bei der Entwicklung des Farbkonzepts ging ich daher von einer zurückhaltenden, eher kühlen und zeitlosen Farbgebung aus: neben den Grundtönen Natur (z.B. Buchenholz, Weidengeflecht) und weiß gibt es die Akzentfarben blau und türkis/schilfgrün.