Sattelkammer
Eine Verehrerin der Klassischen Reitkunst wünscht sich für ihr wertvolles Sattel- und Zaumzeug einen adäquaten Platz, wo sie die Schönheit ihrer Sammlung genießen kann. Eine ehemalige Garage wird dazu umgebaut.
Die Toröffnung wird durch eine gemauerte Ziegelwand ersetzt. Links hängen die Sättel an einer mit Lehmbausteinen aufgedoppelten Wand, welche nach oben hin durch eine versenkte Lichtleiste eine indirekte Beleuchtung abgibt und somit die etwas niedrige Decke höher erscheinen lässt. Der Lehm reguliert das Raumklima, indem er Feuchtigkeit absorbiert und langsam wieder abgibt. Somit bewahrt er das wertvolle Leder vor Schimmelbefall, selbst wenn der Raum kaum beheizt wird. Auf der rechten Seite wird die vorhandene Betonsteinwand mit Naturstein verblendet. Dort hängen die Zäume, welche von unten angestrahlt werden. Das Licht bringt in Verbindung mit der Steinwand interessante Lichteffekte.

Hinter der Rückwand befindet sich ein begehbarer Schrank für allerlei Kleinkram. Dieser ist mit einer Schiebetür zur Sattelkammer abgetrennt. Die Tür besteht aus Glas und wurde mit einem historischen Motiv hinterklebt. Das Licht im Schrank verleiht dem Raum außerdem noch eine zusätzliche Lichtquelle. Die Rückwand wird in einem hellen Ton gehalten, damit der Raum optisch etwas Tiefe erhält.